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Elf neue ehrenamtliche Rettungssanitäter im KV Rottal-Inn

Insgesamt 520 Stunden Ausbildung - schriftliche, mündliche und praktische Prüfung

Freude über erfolgreichen Ausbildungsabschluss beim BRK-Rottal-Inn: die neuen Rettungssanitäter mit (von links) Rettungsdienstleiter Johann Haider, Mimin Lisa Hammerschmid, Prüferin Martina Hammerschmid, Mimin Andrea Fickler, Prüferin Dr. Christine Böhme und Prüfer Franz Reichl sowie (von rechts) Lehrgangsleiter Josef Fickler und (hinten) Prüfer Uwe Suchomel.

Pfarrkirchen. Den Abschlusslehrgang zum Rettungssanitäter (letzter Abschnitt der vierteiligen RS-Ausbildung) haben beim BRK Rottal-Inn elf ehrenamtliche Einsatzkräfte des BRK-Kreisverbandes Rottal-Inn und auch die drei Teilnehmer aus dem BRK-KV Dingolfing-Landau erfolgreich absolviert: „Nach diesen 40 von insgesamt 520 Stunden Ausbildung und der bestandenen mehrteiligen Prüfung ist dies wieder ein wesentlicher Schritt zur Sicherung der Leistungsfähigkeit unserer Einsatzdienste“, freut sich der Leiter Rettungsdienst des BRK Rottal-Inn, Johann Haider.

„Der ehrenamtliche Nachwuchs gewährleistet die Einsatzstärkte unserer Bereitschaften mit ihren Schnelleinsatzgruppen, Katastrophenschutzeinheiten und Gruppen der Helfer vor Ort“, betont Haider. Die Lehrgangsteilnehmer aus Bereitschaften und Rettungswachen haben nun die höchste Ausbildungsstufe abgeschlossen, die der BRK-Kreisverband in Eigenregie durchführt: „Der Rettungssanitäter ist schon eine hohe Ebene im Ehrenamt und zudem Basis für die berufliche Tätigkeit im Rettungsdienst – ein wichtiger Abschluss also für die Teilnehmer und auch den BRK-Kreisverband“, erklärt der Leiter des Lehrgangs, Rettungsdienstausbilder Josef Fickler.

Die Teilnahme-Voraussetzungen für haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte: Fachlehrgang Rettungsdienst (160 Stunden, mehrteilige Prüfung), Rettungswachen-Praktikum (Notfallrettung, Krankentransport - min. 160 Stunden), Klinikpraktikum (160 Stunden - Bereiche Notaufnahme, Anästhesie, Intensivstation, Allgemeinstation, Geriatrie) jew. erfolgreich absolviert – sowie Vollendung des 18. Lebensjahres, polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag und ärztlicher Nachweis gesundheitlicher Eignung für Tätigkeiten in Notfallrettung und Krankentransport.

Der RS-Abschlusslehrgang hat drei Abschnitte: - Schwerpunkte des Fachlehrgangs RD (u.a. Anatomie/Physiologie des Menschen, Störung von Vitalfunktionen, Notfallmedizin, Qualitätsmanagement in Krankentransport/Rettungsdienst); - Bearbeitung exemplarischer Fragensammlungen (alle Ausbildungsinhalte); - Bearbeitung von Fallbeispielen als „praktische Übungen“. Schließlich die mehrteilige Prüfung: 100 schriftlich zu beantwortende Fragen, Herz-Lungen-Wiederbelebung, mündliche Fragen zu einer komplexen Fallsimulation – sowie ein praktisches Fallbeispiel aus 20 Notfällen, die alle Fachbereiche abdecken (von internistisch über traumatologisch bis gynäkologisch); es kann sich also z.B. handeln um: Herzinfarkt oder offener Bruch, Apoplexie (Schlaganfall) oder akutes Lungenödem bei Linksherzinsuffizienz, Oberschenkelhalsbruch oder Unterzucker, Schädel-Hirn-Trauma oder Stromschlag.

Die Notfallaufgabe bearbeiten Zweier-Teams mit rettungsdienstlichen Mitteln, wobei jeder Kandidat bei der Versorgung des Notfallpatienten auch einmal die Leitung übernimmt. Bei der Durchführung legen Ausbilder und Prüfer, die auch Rollen übernehmen (Passant, Verwandter, Notarzt) auch Wert auf richtiges Angehen der Notfallsituation – im Hinblick auf ein möglichst ruhiges und gelassenes Vorgehen „im Einsatz“.

Dem Prüfungsgremium gehörten an: Vorsitzende Dr. Christine Böhme (Intensivmedizinerin u. Notärztin, Fachärztin für Anästhesiologie u. Notfallmedizin, Eggenfelden), als Beisitzer die externen Fachkräfte Martina Hammerschmid und Franz Reichl sowie Lehrgangsleiter Josef Fickler. Die Prüfer sind mit den Abschlussergebnissen sehr zufrieden und gratulierten den Rettungsdienstkräften zum „Abschlusserfolg ,Rettungssanitäter“ – „wir haben hervorragende Leistungen gesehen“, fasste Rettungsdienstleiter Johann Haider zum erreichten „Meilenstein der ehrenamtlichen Laufbahn“ anerkennend zusammen – und dankte allen „für ihr Engagement im Roten Kreuz bei dieser anspruchsvollen Ausbildung“. Schließlich sei die in fachlicher und menschlicher Hinsicht hohe Ausbildungsqualität im BRK wesentlich, „weil unsere Einsatzkräfte in der Notfallhilfe immer direkt am Menschen handeln“. Allen am erfolgreichen Abschluss der Ausbildung Beteiligten dankten Rettungsdienstleiter Johann Haider und Lehrgangsleiter Josef Fickler für ihren Einsatz; den neuen Rettungssanitätern gaben sie noch mit auf den Weg, weitere Fortbildungsangebote zu nützen – und wünschten ihnen, wie auch das Prüfungsgremium, einen stets unfallfreien Einsatzverlauf sowie viel Erfolg.

31. August 2018 08:20 Uhr. Alter: 20 Tage