Sie sind hier: Aktuelles » 

Zweiter geprüfter „Mantrailer“ in der BRK-Rettungshundestaffel Rottal-Inn

RHS-Fachdienstleiterin Katharina Feuerer hat mit „Traudl“ die Prüfung abgelegt

Zweites geprüftes „Mantrail-Team“ der BRK-Rettungshundestaffel Rottal-Inn: die examinierte „Schnüffelnase Traudl“ mit RHS-Fachdienstleiterin Katharina Feuerer – im ganzen BRK-Bezirksverband Ndb./Opf. gibt’s nur drei solche MT-Teams

Pfarrkirchen. Mit einem erfreulichen Erfolg kann die Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbandes aufwarten: Beagle „Traudl“ (3 J.) hat beim überregionalen zentralen Ausbildungsabschlusstermin, der von der Rettungshundestaffel Dingolfing-Landau in Landau ausgerichtet wurde, die Prüfung zum „Mantrailer“ bestanden – geführt worden ist sie von der -Fachdienstleiterin der RHS Rottal-Inn, Katharina Feuerer. Die Mantrail-Prüfung besteht aus einem Theorie-Fragenteil sowie einem Notfallszenario „Praxis der Vermisstensuche“. Bei der MT-Praxis muss eine mindestens 24 Stunden alte und 2,5 km lange Spur zur Hälfte jeweils in der Stadt und über Land innerhalb von 60 Minuten erfolgreich verfolgt werden – dann ist beim aufgefundenen Vermissten eine Standortangabe zu machen und ggf. Erste Hilfe zu leisten. Die Bewertung führten die erfahrenen Prüfer Almut Eichhorn (Nürnberg-Land) und Ines Dlugosch (Ansbach) durch, unterstützt von den Prüfunganwärtern Corinna Heilmaier (Landsberg a. Lech) und Maria Hoffmann (Westsachsen). Beagle „Amy“ und RHS-Leiterin Katharina Feuerer haben die Mantrail-Prüfung hervorragend gemeistert. „Traudl“ ist nun mit ihr der zweite „Mantrailer“ in der Rettungshundestaffel Rottal-Inn, nach „Amy“ (Bayerischer Gebirgsschweißhund) mit stellv. RHS-Leiter Christian Wimmer – im BRK-Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz gibt es nur drei „Mantrailer-Teams. Der BRK-Kreisverband und die RHS Rottal-Inn gratulieren „Schnüffelnase Traudl“ und Katharina Feuerer herzlich zum Erfolg. Die Rettungshundestaffel kann übrigens zudem auch mehrere geprüfte Teams zur „Flächensuche“ einsetzten. Die RHS-Fachdienstleiterin weist noch darauf hin, dass die Staffel immer wieder Verstärkung brauchen kann, ob nun Hundefreunde als Hundeführer oder Interessenten mit ihrem „besten Freund des Menschen“. Infos BRK-Rettungshundestaffel Rottal-Inn und Terminvereinbarung zum Schnuppertraining: Katharina Feuerer, RHS-Fachdienstleitung, Mobil-Tel.: +49-174-3931328, E-Mail: katharina-feuerer[at]gmx[dot]de, Internet: http://rettungshundestaffel.brk-rottal-inn.de/.

Falls noch Infos (Kasten) erwünscht:          Rettungshundestaffeln im BRK

Das Bayerische Rote Kreuz verfügt über 35 Rettungshundestaffeln mit über 500 Rettungshundeführern, die alle auch im Katastrophenschutz eingesetzt werden. Wer Interesse hat, als Hundeführer oder Helfer ohne Hund mitzumachen, wendet sich einfach an die Rettungshundestaffel vor Ort.

 Ausbildung: Die Ausbildung der Rettungshunde ist in vier Sparten untergliedert: Flächensuche, Trümmersuche, Mantrailing und Wassersuche.

Flächensuche: Basis der Rettungshundearbeit im BRK. Es wird nach Menschen, die aufgrund diverser Gründe vermisst werden, gesucht. Neben vermissten Kindern oder verwirrten Menschen gehören auch Mitbürger, die mit Suizid-Absichten verschwunden sind, zu den Aufgabengebieten der Flächensuche. Einsatzgebiete: meist Wälder der Umgebung. 

Trümmersuche: Das Bayerische Rote Kreuz stellt in Deutschland neben Nordrhein und Hamburg ein Auslandseinsatzteam für die Trümmersuche, eine sogenannte ERU (Emergency Response Unit). Die Trümmerteams werden nicht nur bei Internationalen Katastrophen wie Erdbeben eingesetzt, sondern helfen auch bei z.B. Gasexplosionen, vermisste verschüttete Personen zu finden. 

Mantrailing: Individualgeruchssuche, die bei der Suche nach vermissten Menschen eine sehr gute Ergänzung für die Flächensuche darstellt. Beim Mantrailing suchen Spürhunde eine bestimmte Person anhand eines Geruchsträgers. Sie sind in der Lage, den Trail (gelaufenen Weg) auch noch nach mehreren Tagen nachzulaufen.

Wassersuche: wird beim BRK nicht zum eigentlichen Retten von Menschen in Gewässern eingesetzt, sondern hilft den Angehörigen, Gewissheit über den Verbleib zu haben.

Alarmierung: Die BRK-Rettungshundestaffeln können Sie über die Leitstellen (Telefon 112) oder über die Polizei (Telefon 110) kostenfrei alarmieren. Die nationalen und internationalen Einsätze werden durch die Helfer/-innen ausschließlich ehrenamtlich durchgeführt.

Infos zu den Rettungshunden und RHS-Staffeln des BRK: www.rescue-dogs.de/ 

 

 

13. März 2018 10:45 Uhr. Alter: 74 Tage