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Erster „Rettungswagen Bayern 2017“ beim BRK-Kreisverband Rottal-Inn

Einsatz in der Rettungswache Arnstorf

Den ersten neuen Rettungswagen „RTW-Bayern-2017“ haben (v. li.) der Rettungsdienstleiter des BRK Rottal-Inn, Johann Haider und sein Stellvertreter Franz Bauer an der Rettungswache Arnstorf in Dienst gestellt und an Wachleiter Franz Stadler übergeben.

Das erste Fahrzeug der neuesten Rettungswagengeneration „RTW-Bayern–2017“ konnte der BRK-Kreisverband nun an der Rettungswache Arnstorf in Dienst stellen und ist hiermit unter den Ersten in Bayern.

Die zentral durch das Bayerische Rote Kreuz für alle Durchführenden im Bayerischen Landrettungsdienst beschafften RTW werden in München ausgeliefert – der neue „Rettungswagen Bayern 2017“ konnte nun vor Ort vom Rettungsdienstleiter des BRK Rottal-Inn, Johann Haider und seinem Stellvertreter Franz Bauer an den Arnstorfer Wachleiter Franz Stadler übergeben werden.

Die „Ersatzbeschaffung“ wurde notwendig, weil das Vorgängerfahrzeug schon über 300 Tausend Kilometer Laufleistung erreicht hat und somit die von den Kostenträgern festgelegte Aussonderungsgrenze für bayerische Rettungswagen sogar schon überschritten war. Diese Regelung gibt als Untergrenze vor, dass die Fahrzeuge bei der Ersatzbeschaffung  mindestens 5 Jahre alt sein müssen und mindestens 260 Tausend Kilometer erreicht haben müssen. Nachdem das Einsatzaufkommen ständig steigt und auch die Wege zu den zentralisierten Fachabteilungen der Krankenhäuser immer weiter werden, stellen diese Regelungen laut Haider eine große Herausforderung an die Durchführenden im Rettungsdienst dar.

Allein am Standort Arnstorf legte der dort stationierte BRK-Rettungswagen im Jahr 2016 bei 2063 Einsätzen knapp 89.000 Kilometer zurück. Die Belastung der Einsatzfahrzeuge ist bei Einsatzfahrten natürlich weit höher als in anderen privaten und auch gewerblichen Bereichen; also steigen mit zunehmendem Alter der Rettungswagen auch die Wartungs-/Betriebskosten erheblich. „Da diese Einsatzfahrzeuge zur „Menschenrettung“ dienen, muss hier natürlich immer eine hohe technische Zuverlässigkeit sichergestellt werden“, unterstreicht Haider.

Wie beim unmittelbaren Vorgängermodell kommt als Basis-Fahrzeug der Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI (140 kW) zum Einsatz. Das Erscheinungsbild entspricht weitestgehend dem inzwischen im Einsatzdienst erprobten „Hochsichtbarkeitskonzept“, das zur schnelleren Erkennbarkeit des Rettungswagens durch den Querverkehr beim Einfahren in bevorrechtigte Verkehrsbereiche beiträgt. Durch die besondere Farbgebung und Anordnung der seitlichen rot-gelben Beklebungselemente soll eine bessere Tag-, Dämmerungs- und Schlechtwettersichtbarkeit erreicht werden, ergänzt um breitere Warnmarkierungen rechts und links am Heck.

Wesentliche Verbesserungen wurden in der Entwicklungsphase und im Hinblick auf die Qualität von der Abteilung Rettungsdienst im BRK Landesverband und dem Arbeitskreis RTW eingebracht. In diesem überregionalen Arbeitskreis ist auch der Rottaler Rettungsdienstleiter Johann Haider seit vielen Jahren vertreten und trägt somit aktiv zur Weiterentwicklung bei.

„Weitere Neuerungen sind beim „Rettungswagen Bayern 2017“ im Innenraum des Fahrzeugs zu finden und kommen damit ganz dem Notfallpatienten zugute“, erklärt Rettungsdienstleiter Haider. Er führt dazu u.a. an: - zusätzliches Zentralbedienfeld für alle Aufbaufunktionen inkl. Heizung, Klimatisierung, Kommunikation; - Wechselsprechanlage zwischen Fahrer- und Patientenraum; - Schwenkarmhalterung für NIDA-Pad; - Deckenableitung EKG, SpO2, NIBP; - Zusätzliche Fixiermöglichkeiten für externe Medizintechnik; - Fach für Thermodrucker; - Innenbeleuchtung komplett in LED-Technik; - Zusatzlautsprecher (regelbar) für Digitalfunk im Patientenraum. Eine weitere Verbesserung stellt laut Haider das Seitenkamerasystem rechts zur Erleichterung von Abbiegevorhängen dar.

„Alles an diesem RTW-Bayern-2017 ist gut durchdacht und sinnvoll umgesetzt“, fasst der Rettungsdienstleiter des BRK-Kreisverbandes zusammen. Er und sein Stellvertreter Franz Bauer wünschten bei der offiziellen Übergabe an Wachleiter Franz Bauer allen Rettungsdienstkräften allzeit unfallfreie Einsätze mit dem neuen „RettungswagenBayern2017“.

12. Mai 2017 11:40 Uhr. Alter: 160 Tage